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Kündigungsschreiben: kostenlose Vorlage zum Ausfüllen

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An
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Kündigung meines Vertrags
Vertrags-/Kundennummer: [Vertrags- oder Kundennummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich den oben genannten Vertrag ordentlich und fristgerecht zum [Kündigungstermin], hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir schriftlich den Eingang dieser Kündigung und das genaue Vertragsende.

Mit freundlichen Grüßen


[Dein Name]

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Was in ein Kündigungsschreiben gehört

Was ist ein Kündigungsschreiben?

Ein Kündigungsschreiben ist die Erklärung, mit der du einen laufenden Vertrag beendest. Rechtlich zählt dabei nicht die schöne Formulierung, sondern dass vier Dinge eindeutig erkennbar sind: wer kündigt, welcher Vertrag gemeint ist, dass es sich um eine Kündigung handelt und zu welchem Termin sie wirken soll. Alles andere ist Höflichkeit. Viele Verträge lassen sich heute auch per E-Mail oder über einen Kündigungsbutton beenden — die strenge Schriftform mit eigenhändiger Unterschrift ist nur noch selten vorgeschrieben. Ein klar formuliertes Schreiben bleibt trotzdem sinnvoll, weil es belegt, was du wann erklärt hast. Der häufigste Fehler steckt ohnehin nicht im Text, sondern im Zeitpunkt: Entscheidend ist, wann die Kündigung beim Anbieter ankommt, nicht wann du sie abschickst. Deshalb gehört der Zusatz „hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ in jedes Schreiben — er verhindert, dass eine Kündigung ins Leere läuft, wenn du dich beim Datum vertan hast.

Worauf du je nach Vertragsart achten solltest

Der Brieftext bleibt fast immer gleich. Unterschiedlich ist, welche Falle im jeweiligen Vertragstyp lauert:

VertragsartWorauf es ankommt
FitnessstudioMindestlaufzeit prüfen. Bei Umzug oder längerer Krankheit kann ein Sonderkündigungsrecht bestehen.
Handy und InternetDie Rufnummernmitnahme ist nicht Teil der Kündigung — sie muss separat beantragt werden.
VersicherungLäuft meist zum Versicherungsjahr, nicht zum Kalenderjahr. Eine Beitragserhöhung eröffnet ein Sonderkündigungsrecht.
Streaming und AbosÜber den App Store gebuchte Abos beendest du in den iPhone-Einstellungen, nicht beim Anbieter.
Strom und GasBei einer Preiserhöhung gilt ein Sonderkündigungsrecht mit eigener, kurzer Frist.
ZeitschriftHäufig Quartalsfristen. Die letzte Lieferung kann später kommen als das Vertragsende.

Ordentlich oder außerordentlich kündigen?

Die ordentliche Kündigung ist der Normalfall: Du beendest den Vertrag zum regulären Laufzeitende und hältst dabei die vereinbarte Frist ein. Für Verbraucherverträge, die ab dem 1. März 2022 geschlossen wurden, begrenzt § 309 Nr. 9 BGB diese Frist auf höchstens einen Monat, sobald sich der Vertrag einmal verlängert hat.

Die außerordentliche Kündigung braucht einen Anlass — eine Preiserhöhung, eine Änderung der Vertragsbedingungen, einen Umzug in ein nicht versorgtes Gebiet. Sie wirkt dafür unabhängig von der Laufzeit, hat aber eine eigene, oft sehr kurze Frist ab dem Tag, an dem du von dem Anlass erfährst. Wer die Ankündigungsmail übersieht, verliert also nicht nur Geld, sondern auch diese Möglichkeit.

Wie du den Zugang beweist

Im Streitfall muss derjenige den Zugang beweisen, der gekündigt hat — nicht der Anbieter. Ein einfacher Brief reicht dafür nicht aus, ein Einwurf-Einschreiben belegt immerhin die Zustellung. Bei online geschlossenen Dauerverträgen ist der Kündigungsbutton nach § 312k BGB die bequemste Variante: Der Anbieter muss dir den Eingang sofort bestätigen, und diese Bestätigung ist dein Nachweis. Per E-Mail gilt dasselbe Prinzip — hebe die Sendebestätigung und jede Antwort auf.

Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung — maßgeblich ist dein Vertrag. Bei Streit hilft die Verbraucherzentrale weiter.

Muss ich die Kündigung per Brief schicken?

Meistens nicht. Die strenge Schriftform ist nur selten vorgeschrieben; für die allermeisten Verbraucherverträge genügt Textform, also auch E-Mail oder ein Kündigungsformular. Entscheidend ist, dass dein Vertrag keine strengere Form verlangt — steht dort ausdrücklich „schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift“, schick den Brief.

Wann muss die Kündigung beim Anbieter sein?

Vor Ablauf der Frist, und zwar angekommen, nicht abgeschickt. Bei drei Monaten Frist zu einem Vertragsende am 31. Dezember ist der 30. September der letzte Tag. Rechne rückwärts vom Vertragsende, nicht vorwärts vom heutigen Tag.

Wie beweise ich, dass die Kündigung angekommen ist?

Am sichersten über eine Eingangsbestätigung des Anbieters — beim Kündigungsbutton ist sie gesetzlich vorgeschrieben. Sonst hilft ein Einwurf-Einschreiben. Bei E-Mail bewahre Sendebestätigung und Antwort auf. Ein normaler Brief ohne Nachweis ist die schwächste Variante.

Was bedeutet „hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt“?

Diese Formel rettet deine Kündigung, wenn du dich beim Termin verrechnet hast. Ohne sie könnte eine zu früh oder zu spät datierte Kündigung unwirksam sein; mit ihr wirkt sie automatisch zum nächsten zulässigen Datum. Sie gehört deshalb in jedes Kündigungsschreiben.

Brauche ich eine handschriftliche Unterschrift?

In Textform genügt dein getippter Name. Wenn du den Brief ausdruckst und per Post schickst, unterschreib ihn trotzdem — das kostet nichts und schließt eine Diskussion von vornherein aus.

Was ist der Kündigungsbutton?

Seit dem 1. Juli 2022 müssen Anbieter, bei denen man Dauerverträge online abschließen kann, auf ihrer Website eine gut sichtbare Schaltfläche zum Kündigen anbieten. Der Eingang muss sofort bestätigt werden. Fehlt der Button, kannst du den Vertrag jederzeit fristlos kündigen.

Kostet die Vorlage etwas?

Nein. Die Vorlage ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse nutzbar. Deine Eingaben werden im Browser zusammengesetzt und nicht übertragen oder gespeichert.

Kündigung geschrieben. Und die nächste Frist?

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